Soll ich das ausprobieren? Wir testen Darknet-Suchmaschinen

Die Websites, die Sie und ich jeden Tag besuchen, machen nur einen winzigen Teil des Internets aus: Das „Oberflächen-Web“, d. h. der Teil des World Wide Web, der für alle sichtbar und über die üblichen Suchmaschinen auffindbar ist. Dahinter verbergen sich Online-Inhalte, die für normale Suchmaschinen nicht zugänglich sind: im Darknet. Lesen Sie weiter. Wir nehmen Suchmaschinen im Darknet genauer unter die Lupe. Wo auch immer Sie surfen, stellen Sie sicher, dass Sie mit der leistungsstarken und umfassenden Sicherheits- und Datenschutzsoftware von Avira auf Hacker und Online-Bedrohungen vorbereitet sind.  

 

Achtung! Wir raten von einer Fahrt mit diesen Online-U-Booten ab. Dieser Blog dient ausschließlich der Aufklärung und soll interessierte Leser wie Sie auf Gefahren aufmerksam machen. Verhalten Sie sich wie beim Schnorcheln und bleiben Sie an der Oberfläche des Webs: Es ist sicherer und wahrscheinlich legal. 

Der Web-„Eisberg“ hat drei Schichten: Das Oberflächen-Web, das Darknet und das Deep Web 

Am einfachsten ist es, sich das Web als einen Eisberg vorzustellen. Die meisten von uns verbringen ihre Zeit im Internet damit, sich an der Spitze des Web-Eisbergs zu tummeln. Dies wird als „Oberflächen-Web“ oder „offenes“ Web bezeichnet, und hier können wir mit verschiedenen Online-Diensten interagieren, darunter E-Commerce-Websites, Nachrichtensites, Blogs, persönliche Websites und Social Media. Die Online-Inhalte, die für uns leicht erkennbar sind, und die von uns verwendeten Suchmaschinen bilden die Spitze des Web-Eisbergs. Unterhalb dieser virtuellen Wasserlinie befinden sich nicht indizierte Online-Inhalte, die nicht über Standard-Suchmaschinen zugänglich sind. Benutzer benötigen in der Regel eine direkte URL und ein Passwort, um Zugang zu diesem „Deep Web“ zu erhalten, wo sich sicherheitsgeschützte Seiten wie Login- und Zahlungsportale befinden. Auch kostenpflichtige Dienste wie Online-Magazine und Video-on-Demand sind hier zu finden. Wenn Sie noch tiefer eintauchen, gelangen Sie zu einer Untergruppe des Deep Web, die als „Darknet“ bezeichnet wird. Diese Midnight Zone wird von Darknets überlagert, um sie zu verbergen. Sie ist daher nur über spezielle Software oder Hardware zugänglich.  

Sind alle Aktivitäten hier illegal? Obwohl das Darkweb oft als digitale Spielwiese für Kriminelle und Anarchisten dargestellt wird, ist das nicht immer der Fall. Es soll ein anonymer, sicherer und privater Raum für Journalisten und alle sein, die sich der Zensur und Überwachung entziehen wollen. Erreicht wird dies durch die Verschlüsselung der Kommunikation und die Weiterleitung von Online-Inhalten über mehrere Webserver. Diejenigen, die das Darknet besuchen, halten den Tor-Browser für den besten anonymen Webbrowser. Der Name steht für „The Onion Router“ („Zwiebel-Router“) wegen seiner mehrschichtigen Verschlüsselung – Ihr Datenverkehr wird auf dem Weg durch das Tor-Netzwerk dreimal weitergeleitet und verschlüsselt! Tor beschreibt seinen Auftrag auf seiner Website (Stand: 14.03.2023): „Wir glauben, dass jeder in der Lage sein sollte, das Internet mit Privatsphäre zu erkunden. Wir sind das Tor-Projekt, eine gemeinnützige Organisation in den USA gemäß Artikel 501(c)(3). Wir setzen uns für Menschenrechte ein und schützen Ihre Privatsphäre im Internet durch freie Software und offene Netzwerke“.  

Doch Cyberkriminelle missbrauchen diese edlen Absichten. Sie verabreden sich im Darknet, um Kreditkartennummern, Waffen, Drogen, Falschgeld, gestohlene Online-Kontodaten, Malware und vieles mehr zu kaufen und zu verkaufen. Sie können sogar Hacker anheuern, um virtuelle Angriffe für Sie zu starten! (Bitte tun Sie nichts von alledem). Im Darknet gibt es aber nicht nur Cyberkrimineller oder etwa Dissidenten auf der Flucht vor einem mörderischen Regime. Manche Besucher genießen einfach die Anonymität und schließen sich dort vielleicht einem Online-Schachclub oder einem Blackbook an, einer eigenen Social-Networking-Plattform für das Darknet. Wenn Sie versuchen, auf diese Links zu klicken, erhalten Sie eine Fehlermeldung, dass die Website nicht zugänglich ist. Das Darknet kann nämlich nur über eine Darknet-Suchmaschine erreicht werden.   

Wie Besucher auf das Darknet zugreifen – ohne Tor-Browser (nicht empfohlen!) 

Die bekannteste Methode für den Zugriff auf das Darknet ist der Tor-Browser. Dark-Websites sind auf Tor leicht zu erkennen, da sie alle ein .onion am Ende der URL haben und nur über den Tor-Browser erreicht werden können. Können Sie eine Website mit dem .onion-Domänennamen über einen normalen Browser wie Google Chrome aufrufen? Ja, mit ein wenig Hilfe von Tor2Web, einem Service, der den Zugang zu Onion-Webseiten über einen normalen Browser ermöglicht. Diese Websites haben Domänennamen, die auf onion.ly enden. Also Vorsicht! In der Regel sind es Ransomware-Gruppen, die onion.ly-Links verwenden, denn wenn das Gerät eines Opfers mit Ransomware infiziert ist, wird es auf eine dunkle Website mit der Lösegeldforderung geleitet. Das Opfer kann diese onion.ly-Website mit seinem normalen Browser aufrufen.  

Welches sind die besten Suchmaschinen für das Darknet? 

Es gibt eine Reihe von (legalen) Darknet-Browsern und Deep Web-Suchmaschinen.  

Es gibt auch nützliche Online-Verzeichnisse, die keine Suchmaschinen sind, aber dabei helfen, Darknet-Inhalte zu organisieren, damit sie leichter zu finden sind. Hidden Wiki ist die Onion-Version von Wikipedia und enthält Deep-Web-Suchmaschinenlinks zu einer Vielzahl von Websites. Nicht alle Suchmaschinen gelten als sicher, daher gilt es, bei einem Besuch umsichtig zu sein!  

Die Gefahren des Darknets 

Es ist ein sicherer Zufluchtsort für Verfolgte, für diejenigen, die ihr Recht auf freie Meinungsäußerung wahrnehmen wollen, oder für alle, die sich online mehr Anonymität versprechen. Es lässt sich jedoch nicht leugnen, dass das Darknet auch ein Magnet für Cyberkriminelle ist. Sie betreten die dunklen Zonen ihrer Welt, in der das Surfen nicht risikofrei ist. Das Darknet ist übersät mit infizierten Websites, sodass Sie Opfer von Malware werden können, die Tastatureingaben aufzeichnet oder Ihre vertraulichen Daten stiehlt. Manche Websites haben illegale und höchst beunruhigende Inhalte, etwa live gestreamte Morde. Außerdem könnten Sie es mit furchterregenden digitalen Gegnern zu tun bekommen, die sich über Ihren Malware-Schutz lustig machen! Die Strafverfolgungsbehörden nehmen regelmäßig illegale Websites vom Netz und geben die Identität der Besucher preis. Geben Sie sich nicht mit Kriminellen ab. In einigen Ländern werden Behörden bereits auf Sie aufmerksam, wenn Sie einen Browser wie Tor verwenden! Unser bester Rat an alle, die sich im Darknet umsehen wollen, lautet: Tun Sie es nicht!  

Sicherheit im Darknet 

Wenn Sie sich wirklich für einen Besuch im Darknet entscheiden und legitime und legale Gründe dafür haben, ist es ratsam, die folgenden Sicherheitstipps zu beachten. Bitte denken Sie daran, dass es nicht illegal ist, das Darknet zu betreten, aber Sie surfen dort auf eigenes Risiko und sind selbst dafür verantwortlich, Gesetze einzuhalten. 

 

Und vergessen Sie nicht, dass die üblichen Online-Sicherheitstipps überall gelten, wo Sie surfen! Gehen Sie auf Nummer sicher, indem Sie niemals auf verdächtige Links klicken, sonst könnten Sie auf einer mit Malware infizierten Website landen. Seien Sie auch beim Herunterladen von Dateien äußerst vorsichtig. Bevor Sie Dateien öffnen, trennen Sie Ihr Gerät vom Internet. So können Sie sich und Ihre Daten vor bösartigen Anhängen schützen, die eine Internetverbindung benötigen, um Schaden anzurichten.  

Es lohnt sich auch immer, eine mehrstufige Lösung in Betracht zu ziehen, die mehrere Funktionen vereint, wie Avira Prime. Dieser Abonnementdienst blockiert sogar Zero-Day-Bedrohungen aus dem Internet und aktualisiert die Software automatisch. Der integrierte Password Manager Pro warnt Sie sogar, wenn Ihre Daten im Darknet auftauchen. Tut uns leid, Hacker! 

 

Es mag verlockend sein, eine Welt jenseits von Google zu erkunden. Auch wenn guter Absicht ist, kann man im Darknet leicht von den ausgetretenen Pfaden abweichen und auf illegale Websites und Materialien stoßen. Am sichersten ist es, sich erst gar nicht dorthin zu begeben. 

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